Weihnachtspost 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

erlauben Sie uns, dass wir Sie über unsere neuen und aktuellen Produkte und Projekte informieren.

Mit unseren Büchern, Kalendern und Postkarten möchten wir Spass und Freude am nachhaltigen Zusammenleben mit der vielfältigen Umwelt ver- mitteln. Unsere Vorträge, das Beratungsangebot und die Aktivitäten rund um die Landwertschaft laden Sie zum Mitmachen und Neudenken ein.

Wir freuen uns auf eine gute und inspirierende Zusammenarbeit.

Ihr Wolf-Dietmar und Ursula Unterweger und Philipp Unterweger

Unsere aktuellen Produkte und Projekte finden Sie in diesem Katalog:

Buchrezension «Echte Bauern retten die Welt»

Das Umweltnetz Schweiz hat unser Buch rezensiert. Vielen Dank dafür:

https://www.umweltnetz-schweiz.ch/bücher/3113-echte-bauern-retten-die-welt.html?fbclid=IwAR0Qfn8hgxY9EyeJW-3Lb0JeO4c8u9gJg6zUK6BjHzhoym0lrP_pc5m6TsA

Der Bildband von Vater und Sohn Unterweger porträtiert uns die traditionelle mitteleuropäische Bauernkultur zwischen Abschied und Aufbruch. Als einen drohenden Verlust also, und dabei mit einiger Wucht und Verve als ein Modell einer nachhaltigen, vitalen Zukunft.

Ob sie jetzt gleich die ganze Welt retten, die Echten Bauern, das können wir nicht versprechen. Wahrscheinlich bleibt auch noch für andere Berufsstände etwas zu tun. Wir können aber beifällig vermerken, dass die kleinteilige, herkömmliche Bauernkultur, die uns Vater und Sohn Unterweger in diesem berückenden Bildband vorführen, fraglos eine Menge dazu beizutragen hat, sie in eine nachhaltigere, lebensprallere zu verwandeln.

Quer durch ganz Europa dokumentierte der Allgäuer Fotokünstler Wolf-Dietmar Unterweger mit seiner Kamera die Praktiken und Bewirtschaftungsformen des zurückgedrängten, traditionellen Kleinbauerntums und entdeckte dabei, wie er sagt, die Zukunft: Eine aus Notwendigkeit nachhaltige, multifunktionelle, dem Leben respektvoll begegnende Landwirtschaft. Deren überliefertes Wissen zu bewahren und zu dessen Anwendung anzuspornen ist Zweck des Bildbands, den er uns hier aus seinem viel umfangreicheren Oeuvre zusammenstellte. Die Bilder, die er dafür auswählte, hüten sich erfolgreich vor naiver Nostalgie und Landidylle, zeigen sich aber um nichts weniger stimmungs- und kraftvoll. Wenn ihm eine emotionale Beeinflussung des Betrachters angelegen ist, dann höchstens in der Melancholie des Verlusts, die so einige nebelverhangene, rustikale Fotos einfärbt. Dass diese leise Wehmut sich dann – im Zusammenspiel mit den provokanten Bildlegenden und den informativen Texten seines Sohnes – nichtsdestotrotz zum wesentlichen Quell seiner Inspirationskraft aufschwingt, erachten wir als das kleine Kunststück des kämpferischen Bandes.Ebenso kraftvoll und desinteressiert an folkloristischer Romantik erläutern uns die angefügten Texte und Bildlegenden des Biologen Philipp Unterweger die ökologische, soziale und kulturelle Bedeutung der vorgestellten Wirtschaftsweisen. Biodiversität, Bodengesundheit, die Stärkung einer regionalen Wirtschaft oder die wertschätzende, gegenseitige Partnerschaft von Nutztier und Mensch sind nur einige der Themen, zu denen er uns im Zusammenhang mit den kleinbäuerlichen Strukturen belangreiche Argumente liefert. Das gerät ihm zwar, nach unserem Geschmack, manchmal zu selbstsicher, und wir mögen auch nicht all seinen Empfehlungen für einen wirksam nachhaltigen Landbau blindlings vertrauen. Dahinter beispielsweise, ob die beschworenen Regenerationskräfte der Natur es schaffen, eine nachhaltige Landwirtschaft auch angesichts des andauernden Ansturms der Menschheit längerfristig nachhaltig zu erhalten, setzen wir vorerst noch ein zögerliches Fragezeichen. In diesem Sinne sehen wir dann auch die Bio-Landwirtschaft gern einem andauernden Lernprozess verpflichtet, der sich allein aus der Abwendung von der digitalisierten „Landwirtschaft 4.0“ zu einem „Bauerntum 0.0“ noch nicht zwingend ergibt.Wir entdecken indessen weder beim Fotografen noch beim Autor eine wohlfeile „Früher-war-alles-besser“-Ideologie: Ein Vorwurf der Rückschrittlichkeit läuft damit – auch wenn sie sich dagegen gar nicht besonders verwahren – weitgehend ins Leere. Sehr deutlich wird ihre konstruktive Auseinandersetzung mit den aktuellen Herausforderungen in den Visionen einer zukunftsträchtigen Landwirtschaft, die das gesamte Buch überspannen. Es sind da spezifisch die Problemstellungen und Sinnfragen von fortschreitender Globalisierung und Digitalisierung, denen sie mittels ihrer Entwürfe nachhaltiger, naturverbundener Landwirtschaft entgegentreten. Die Leidenschaft, die dabei überspringt, stützt bestens das eindringliche Anliegen des Buches: Die Verteidigung und Förderung kleinbäuerlicher Strukturen, wie sie ja auch der Weltagrarbericht von UN und Weltbank ausdrücklich fordert. Der Verlag befördert das noch zusätzlich mit einer grosszügigen Ausstattung und sorgfältigen Gestaltung des attraktiven und herausfordernden Bildbands.

Rezension: Sacha Rufer

 Autor Wolf-Dietmar Unterweger / Philipp Unterweger
 Verlag Leopold Stocker
 Umfang 232 Seiten
 ISBN 978-3-7020-1757-6
 Preis Fr. 48.70 (UVP)

 

Das Verschwinden

„Man sieht nur, was man weiß.“ Kann das sein? Hat der alte Goethe mit dieser ober- lehrerhaften Feststellung recht? Stimmt dann auch, dass man nur das sieht, was man sehen will?
Sehr Lesenswert: Der Bericht in „Blix – Das Magazin für Oberschwaben.“ von Dr. Roland Reck.

http://blix.info/images/newsletter/2018/12/6_Kultur_Landwirtschaft.pdf

Bildschirmfoto 2018-11-29 um 09.24.17

„Jakob Bräckle gilt als Landschaftsmaler, aber wäre es nicht treffender ihn als Agrarmaler zu bezeichnen? Es gibt nahezu kein Bild, das nicht einen bearbeiteten Boden oder die Ergebnisse der Aussaat zeigt. Auf nahezu allen Bildern, auch auf denen vom Dorf, ist die bäuerliche Arbeit unübersehbar.“ Uwe Degreif, Kurator der aktuellen Bräckle-Ausstellung im Museum Biberach, zeigt den langen Weg, den der in Winterreute bei Biberach geborene Maler gegangen ist. Mit 90 Jahren starb der „Agrarmaler“ 1987 in Biberach. Bräckle war Oberschwabe und blieb Oberschwabe. Er malte am Anfang oberschwäbische Landschaft mit Bauern und malte am Ende eine Landschaft ohne Bauern. er malte das Verschwinden der Bauern aus der Landschaft. Das begann nach dem zweiten großen Krieg.
Wolf-Dietmar Unterweger ist ein Kriegskind. Er entkam als Baby der Vernichtung Dresdens mit viel Glück. Seine Mutter floh mit ihm nach Wain, einem Bauerndorf in der Nähe von Laupheim, wo er noch immer lebt. Der promovierte Chemiker tauschte schon bald das Reagenzglas gegen den Fotoapparat. Sein Lebensthema: die Bauern. Und ihr Verschwinden.

Jakob Bräckle war ein fleißiger Maler und Wolf-Dietmar Unterweger war ein fleißiger Fotograf. Bräckle ist seit über 30 Jahre tot, Unterwegers Bauern starben etwa zur gleichen Zeit. Zumindest die meisten und die, die noch etwas länger lebten, die ganz alten, die zeigt Unterweger als Zeugen für eine untergegangene Welt des bäuerlichen Lebens, wie es einst nicht nur Oberschwaben prägte. Das Dorf und alles drum rum gehörte den Bauern. Es waren viele und mehr und mehr zu viele. Dagegen half die Flurbereinigung, die die Kleinbauern in die Fabriken trieb und die Industrie auf die Felder. Hier endet Unterwegers Dokumentation. Damit will er nichts zu tun haben.

Bildschirmfoto 2018-11-29 um 09.17.29

Als Maler dokumentiert Bräckle nicht, aber er weiß, was er sieht. Uwe Degreif: „es gelang Jakob Bräckle den Strukturwandel von der traditionellen kleinbäuerlichen Landwirtschaft hin zu einer mechanisierten und zu einer agrarindustriellen Erzeugung mit einer zeitgemäßen künstlerischen Darstellungsform zu verbinden. Seine Bilder der 1930er und 40er Jahre sagen uns: ‚so war es‘, seine späten Bildern sagen: ‚so ist es‘. Sie zeigen mehr als 30 Jahre nach seinem Tod noch immer die Gegenwart heutiger Felder.“

Und die findet der Fotograf Unterweger ganz furchtbar. damit ist er nicht allein. Sein Sohn Philipp ist promovierter Biologe und springt mit seinem Wissen über den Verlust der biologischen Vielfalt, Diversität genannt, der väterlichen Anklage bei. Gemeinsam haben sie ein Buch geschrieben: „echte Bauern retten die Welt!“ Von Hause aus sind beide Autoren Naturwissenschaftler – es zählt nur, was gezählt werden kann –, aber argumentieren mit dem Herzen. Dem Tod in den Agrarwüsten wollen sie mit kleinbäuerlichem Handwerk den Garaus machen.

Das Verschwinden der Bauernkultur und mit ihr die Vielfalt wollen sie rückgängig machen. Der „echte Bauer“ kann wieder mit einem Pferdegespann umgehen und weiß vom Nutzen der Beikräuter, wohingegen der Landwirt auf seinem GPS-gesteuerten Monstertraktor völlig die ökologische Orientierung verloren hat. Der 32-Jährige appelliert deshalb, „sich an einer zukunftsfähigen Bauernkultur mit Mut, Idealismus und Herzblut zu beteiligen und die Welt friedlich, menschenfreundlich, ökologisch und mit respekt vor der Umwelt zu gestalten“.

Hehrere Worte, die Hermann Weber gefallen dürften. Der Kunstprofessor ist Bauernsohn, geboren in Mettenberg bei Biberach. Sein Bruder Josef ist Biobauer, grüner Stadt- und Kreisrat. Die Brüder sind mit Jakob Bräckle aufgewachsen. „das Hoitza-Bild hing über dem Küchentisch unter der Uhr“, erinnert sich der 58-Jährige. Bräckle habe es gegen Brotgetreide „in Zeiten der Not“ eingetauscht. Anders als Bräckle ist der Bauernsohn weggegangen und wegen Bräckle irgendwie auch wieder zurückgekommen. Es waren Bräckles Bilder, die „mein Sehen und Schauen von Landschaft und Natur stark mitgeprägt hatten“, und die ihn im letzten Jahr inspirierten, sich als Künstler gegen das geplante interkommunale Gewerbegebiet im Risstal, seiner Heimat, zu engagieren. Manifestiert hat sich sein Protest gegen die Zersiedlung und Zerstörung von 45 Hektar Wiesen und Felder in einer Anklageschrift „anthropozän. Das große Sterben“. Zur Darstellung der besinnungslosen Naturzerstörung und des Artensterbens bedient sich Hermann Weber Motiven von Jakob Bräckle und konfrontiert dessen Kunst mit den verheerenden Folgen moderner Zivilisation, also mit dem, was Bräckle in den letzten 30 Jahren zwar sah, aber nicht malte. aber irgendwie doch: Bräckle habemit seinen leblosen Landschaften, monochrome Farbflächen, „das Verschwinden gemalt“, meint der Kunstprofessor.

Aber das Verschwinden kann man nur sehen, wenn man weiß, was war. Daran erinnert Wolf-Dietmar Unterweger mit seiner Fotografie, die über verschwundenes Bauernleben Auskunft gibt. Nicht seine melancholischen Fotos romantisieren das entbehrungsreiche Leben, sondern seine Erinnerung daran. Aber so wenig Vater und Sohn sich mit dem Verschwinden abfinden wollen, so wenig will Hermann Weber sich mit dem Verschwinden eines weiteren Stücks Heimat abfinden. Allen drei geht es um die Zukunft. Und dafür muss man wissen, sonst sieht man nicht.

(c) Dr. Roland Reck, Blix

Echte Bauern retten die Welt!

Es ist soweit. Im September erscheint unser neues Buch:

Zusammen mit meinem Sohn Philipp haben ich das Buch

„Echte Bauern retten die Welt!“

geschrieben.

Dieses Buch bietet eine völlig neue Sicht auf die ökologische, sozial gerechte und nachhaltige bäuerliche Welt. „Echte Bauern retten die Welt!“ ist ein Aufbruch in eine ultrainnovative Zukunft. In eine Zukunft, die keinen „Landwirt 4.0“ braucht, sondern die ihre Stärken im „Bauern 0.0“ sucht und findet.

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Wir sind uns sicher, dass globale Herausforderungen für ein friedliches und gerechtes Zusammenleben auf diesem Planeten nur durch kleinbäuerliche Strukturen gewährleistet werden können. Eine Zukunft, die darauf baut, dass jeder den Bauern in sich entdeckt und dieses vernetzende und verbindende Kulturgut nicht anderen überlässt.

Kleinbauern das sind Kultur- und Friedensstifter, soziale Ankerpunkte, ökologische Hotspots und zeitlose Knotenpunkte in einem Netzwerk der Menschlichkeit.

Einblick in den Verlagsprospekt:  Echte Bauern retten die Welt

Unser Buch arbeitet exemplarisch anhand von Motiven aus über 20 Ländern eine zukunftsweisende, sinn- und friedensstiftende und ökologische Lebenskultur heraus, die neben Kalorien auch noch Kunst, Kultur und Freude schafft und die Menschen miteinander verbindet.

Prospekt Hand

Wir sind uns sicher: „Echte Bauern retten die Welt!“ Seien Sie gespannt und freuen Sie sich mit uns auf unser neues Buch.

Erhältlich ab September.

 

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